Antirutschmatten

Wer bei der Ladungssicherung lästige und gefährliche Rutschpartien der Ladung vermeiden möchte und darüber hinaus auch noch Zurrmittel und Zeit einsparen möchte, der kommt auf die Verwendung von Antirutschmatten nicht herum.
Durch die Beschaffenheit der Antirutschmatte bleibt die Ladung genau dort, wo sie der Verlademeister hingestellt hat. Selbst bei Materialpaarungen mit sehr glatten Oberflächen, wie zum Beispiel Metall auf Metall, wird die Ladungssicherung vereinfacht und erleichtert.
Durch das Unterlegen einer Antirutschmatte unter die Ladung können sehr viel höhere Haftreibwerte und Gleitreibbeiwerte erzielt werden, weswegen Zurrmittel eingespart werden können. Ermöglicht wird dies durch den großen Hohlraumanteil der Antirutschmatten. Er nimmt Verunreinigungen und Feuchtigkeit von der Ladefläche auf wodurch ein verrutschen verhindert wird. Diese Antirutsch-Matten können mehrmals wieder verwendet werden.
Darüber hinaus sorgt der Hohlraumanteil auch für die Aufnahme von Diesel oder Öl bei einem sehr geringen Verlust des Gleitreibbeiwertes. Allerdings sollten diese Antirutschmatten nach dem Gebrauch nicht mehr verwendet werden.
Allerdings kann eine Antirutschmatte das Rutschen der Ladung nicht komplett verhindern, sie kann das Verrutschen nur hemmen. Daher wäre eigentlich die korrekte Bezeichnung rutschhemmendes Material, kurz RHM. RMH aus Vollgummimaterial ohne Hohlraumanteil ist besonders gut für die Sicherung von schweren Lasten, für den Stahltransport, scharfkantige Ladegüter oder für die Palettenverladung geeignet. Ihre Reißfestigkeit liegt sogar drei Mal höher als bei Antirutschmatten mit Hohlraumanteil.
Obwohl die Antirutschmatte das Verrutschen der Ladung um ein Vielfaches hemmen kann, so muss die Ladung dennoch auch mit Zurrgurten gesichert werden. Durch die auftretende Vertikaldynamik kann eine Antirutsch-Matte allein die Ladung nicht richtig sichern, weswegen eine gute Ladungssicherung nur mit einer Antirutschmatte komplett ausgeschlossen ist.